Keine Haftung bei Sicherheitslücke im Router (AG Braunschweig, Urteil v. 27.08.2014, Az. 117 C 1049/14)

Im vorliegenden Verfahren wies das Amtsgericht Braunschweig eine Klage der Constantin Film Verleih GmbH wegen illegaler Verbreitung des Films „Resident Evil: Afterlife 3“ in mehreren Fällen gegen einen Anschlussinhaber ab, da der Beklagte glaubhaft machte, dass Dritte eine Sicherheitslücke seines Telekom-Routers ausgenutzt haben könnten. Der Beklagte nutzte einen Telekom-Router des Modells „Speedport W 504V“. 2012 wurde bekannt, dass dieses Modell bei aktivierter WPS-Funktion eine gravierende Sicherheitslücke aufwies und Dritte sich unbefugt Zugriff auf den Anschluss verschaffen konnten. Das Gericht schloss sich der Argumentation des Beklagten an und bestätigte insofern die Auffassung, dass die Verletzungshandlungen durchaus von Dritten begangen worden sein könnten.