AG München: Hashwert einer Torrent-Datei ist kein Beweis

Die bloße Angabe des Hashwerts einer Torrent-Datei im Filesharing-Prozess ist kein ausreichender Beweis für das Vorliegen einer Urheberrechtsverletzung . Eine Torrent-Datei, die auf dem Rechner des Beklagten gefunden wurde, lässt keinen zuverlässigen Schluss auf eine Verletzung eines geschützten Werkes zu. Die Torrent-Datei gebe lediglich den Internetstandort eines Zieldownloads an. Darin liege jedoch kein rechtlich relevantes öffentliches Zugänglichmachen eines geschützten Werkes. Einen Nachweis, dass auch die Datei mit dem Hashwert des streitgegenständlichen Films verbreitet worden sei, habe die Klägerin nicht erbringen können.